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Natriumchlorid bildet farblose Kristalle, die in gemahlener Form oder als kristallines Pulver weiß erscheinen. Das Natrium-Salz der Salzsäure besitzt den typischen Salzgeschmack und wird zusammen mit Zusätzen wie Kaliumiodat oder Natriumiodat als Kochsalz in vielen Lebensmitteln zum Würzen verwendet. Natriumchlorid setzt den Schmelzpunkt von Wasser herab, wenn es mit diesem vermischt wird. Auf dieser Eigenschaft na cl2 seine Verwendung als Streusalz und in Kältemischungen.

Natriumchlorid ist gut in Wasser löslich, in Ethanol und Aceton dagegen weniger. C enthalten 1000 Gramm der konzentrierten, gesättigten Lösung 26,45 Massenprozent Natriumchlorid. Beim natürlich vorkommenden Steinsalz wird die Würfelform gegenüber der Oktaederform bevorzugt. Natriumchlorid kristallisiert nach dem kubischen System.

Natriumchlorid ist in der Natur ein verbreiteter Stoff. Insgesamt finden sich im Körper jedes Menschen etwa 200 Gramm Natriumchlorid. Kochsalz gehört zu den lebensnotwendigen Mineralstoffen, der Mensch muss pro Tag zwei bis fünf Gramm zu sich nehmen. Die Natrium-Ionen ermöglichen in den Nervenzellen die Erregungsleitung, die Chlorid-Ionen sind am Aufbau der Magensäure, welche zu 0,3 Prozent aus Salzsäure besteht, beteiligt. Im Labor kann Natriumchlorid durch die Reaktion von Natrium mit Chlor hergestellt werden.

Bei der Reaktion entsteht ein weißer Stoff, den man mit Hilfe von Silbernitrat und der Flammprobe als Natriumchlorid identifizieren kann. Zur industriellen Gewinnung ist dieses Verfahren jedoch zu kostspielig. Bei der Siedesalzgewinnung werden unterirdische Steinsalzschichten mit Wasser ausgelaugt. Durch Verdampfen der gewonnenen Sole gewinnt man das reine Salz. In Bergwerken wird Steinsalz bergmännisch abgebaut.

In Salinen lässt man Meerwasser verdampfen und erhält so das getrocknete Salz. Bei der Meerwasserentsalzung fällt Natriumchlorid als Nebenprodukt an. In dieser Saline auf Lanzarote verdampft das Meerwasser, das Salz bleibt zurück. Kochsalz ist neben der Essigsäure das älteste Mittel, um Lebensmittel haltbar zu machen. Schon im Altertum kannten die Sumerer und Babylonier Salzfleisch und Salzfisch als Handelsartikel. Preisen gehandelt, es war zeitweise so teuer wie Gold. Erst mit der Entdeckung großer Salzlager in Mittel- und Süddeutschland wurde es auch für ärmere Leute erschwinglich.

Früher besaß die Schweiz außer einer kleinen Anlage in Bex keine eigene Salzversorgung. Jahrhundert belieferte Bad Reichenhall fast die gesamte Ost- und Zentralschweiz mit Salz. Die ersten Bohrversuche in der Nordwestschweiz fanden im Jahr 1836 bei Muttenz in Schweizerhalle statt. Bereits ein Jahr später wurde die erste Saline am Rhein bei Basel in Betrieb genommen. Kochsalz wird den Lebensmitteln nicht nur als Würzmittel, sondern auch zur Konservierung zugesetzt. Das Salz bindet in den Lebensmitteln Wasser und entzieht den Bakterien und Schimmelpilzen so ihre Nahrungsgrundlage.

Viele Käse-, Fleisch- oder Fischsorten werden mit Salz versetzt oder vor ihrer Weiterverarbeitung in ein Salzbad getaucht. Iodiertes Speisesalz enthält Iodsalze wie Kaliumiodat, die den Aufbau des Schilddrüsenhormons Thyroxin unterstützen. Dadurch können Iodsalze die Ausbildung eines Kropfes verhindern. Fluoridiertes Salz enthält Fluorsalze wie Kaliumfluorid, das Karies vorbeugen soll. Aufgrund der Eigenschaft des Kochsalzes, den Schmelzpunkt von Wasser herabzusetzen, kann es als Tausalz im Winter auf den Straßen eingesetzt werden.